Ratgeber Badrenovierung - Interessantes rund um das Bad

Tipps zur Badrenovierung und Badsanierung

Wer anfängt, sich mit dem Thema Badrenovierung zu beschäftigen, verliert schnell den Überblick – und sich selbst in den Tiefen des World Wide Web oder unter Bergen von Prospekten. Unendliche Informationen und zahllose Möglichkeiten vernebeln die Sicht aufs Wesentliche. Unser Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Blickwinkel auf die Badrenovierung.

 

Inhalt:

1) Planen, Renovieren und Einrichten

  1. Anforderungen an das Badezimmer
  2. Das Bad passt sich an Familie und Finanzen an
  3. Bäder im Neubau
  4. Skizze vom neuen Bad
  5. Ein abschließender Tipp während der Renovierung

2) Bäder für alle Räume und Lebenslagen

  1. Das geräumige Bad
  2. Kleines Bad groß geplant
  3. Gäste-WCs
  4. Barrierefreies Badezimmer

3) Wünsche an die Badausstattung

  1. Duschen und Dampfduschen
  2. Waschbecken und Waschtische
  3. Toilette, Bidet und Dusch-WC
  4. Bade- und Whirlwanne

4) Die richtige Technik zum Heizen und Lüften

  1. Badbelüftung
  2. Elektroinstallation und technische Vorschriften

5) Wände, Böden, Licht

6) Kosten der Badsanierung

7) Checkliste für die Badplanung

 

1) Vom alten Badezimmer zum modernen Traumbad: Planen, Renovieren und Einrichten

Ob Sie eine Armatur austauschen, Ihr Bad renovieren oder vollständig sanieren lassen möchten – es gilt: Gute Planung ist die allerbeste Vorarbeit. Also erst planen, dann baden: Bevor Sie Ihr neues Badezimmer realisieren, gehen Sie doch erst einmal gedanklich baden! Auch wenn das deutsche Badezimmer durchschnittlich „nur“ 7,7 Quadratmetern misst, so ist es doch groß, wenn es um seine Bedeutung geht: Im Bad starten wir in den Tag und in die Nacht; hier erfrischen oder entspannen wir uns. Gute Gründe, uns genau zu überlegen, wie wir duschen und baden möchten.

Auch wer die meisten Arbeiten nicht selbst ausführen will, kann mit klar formulierten Vorstellungen die eigenen Ideen deutlich vermitteln; schließlich können auch Experten keine Gedanken lesen. Wer noch nicht so genau weiß, wie das spätere Wunschbad aussehen soll, kann sich natürlich im Beratungsgespräch mit Handwerksbetrieben austauschen, online recherchieren und sich Anregungen in unserem Leitfaden holen.

 

Renovierungsbedürftiges Bad

 

1.1 Anforderungen an Ihr Badezimmer – heute und morgen

Wer über ein neues Bad nachdenkt oder ein bestehendes renovieren oder sanieren will, stellt sich am besten grundlegenden Fragen:

  • Wer gehört zurzeit zur Familie, werden in den nächsten Jahren vielleicht weitere Badnutzer hinzukommen?
  • Wie bekommt man es am besten hin, dass alle ihre persönliche Badezeit bekommen und es schaffen, pünktlich das Haus zu verlassen?
  • Welche Anforderungen stellen Sie an die Badausstattung im Einzelnen?
  • Ist absehbar, dass junge Erwachsene bald ausziehen werden, sind Sie selbst auf dem Weg in die nächste Generation?

Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und die Perspektive auf die nächsten Jahre sind äußerst hilfreich.

 

1.2 Das Bad passt sich an – an Familie und Finanzen

Vieles ist Ansichtssache, doch einige Dinge gelten geschmacksübergreifend: Wer in sein Badezimmer investiert, möchte lange Freude daran haben. Basismodelle sind häufig günstiger als sehr ausgefallene Formen. Das Projekt Badezimmer freut sich über hochwertige Stücke, die in ihrer Erscheinung vielleicht schlichter, dafür im Hinblick auf Garantie, Ersatzteile und Pflege oft kundenfreundlicher sind. Viele Hersteller von Sanitärprogrammen und Möbeln bieten Module an; so können einzelne Teile wie ein Bidet oder ein Schrank unter dem Waschbecken später hinzukommen. Ein stufenweise geplantes Bad lässt sich ausbauen, wenn sich weitere finanzielle Möglichkeiten oder andere Familienstrukturen ergeben.

 

1.3 Ein Neubau? Dann schöpfen Sie beim Badezimmer-Planen aus dem Vollen:

Die Frage nach zukünftigen familiären Veränderungen und den eigenen Vorstellungen stellt sich auch für diejenigen, die ein neues Haus bauen. Wer bei null anfängt, hat allerdings ganz andere Möglichkeiten und kann von vornherein auf sinnvolle Bauweise achten. Wirtschaftlich ist es, Bad und Küche neben- oder übereinander zu planen, damit keine Rohre kreuz und quer zu verlegen sind. Denken Sie auch an Steckdosen, von denen man gerade im Badezimmer nicht genug haben kann.

 

1.4 Zeichnen Sie los - ein Bild von einem Badezimmer

Wenn sich dann aus den vielen Eindrücken, die Sie bisher gesammelt haben, Ihr Lieblingsbad herausfiltert, zeichnen Sie es auf – nach persönlicher Vorliebe am PC oder auf Millimeter-Papier; vorhandene Strom-, Wasser- und Abwasser-Anschlüsse nicht vergessen. (Soll schon vorgekommen sein!). Bitte planen Sie ausreichend Spielraum ein: Ein Maß von 75-100 cm sind das Minimum vor Einbauten wie Toilette, Waschtisch oder Bidet.

 

1.5 Ein abschließender Tipp während der Renovierung

Wer renoviert oder saniert, kämpft permanent gegen den Staub an. Die wenigsten Bauherren und -damen können sich die Luxus-Variante gönnen: "Ich bin jetzt weg, hier ist der Schlüssel!". Mit feuchten Tüchern vor dem Tatort Bad bleibt der Staub wenigstens dort, wo er entsteht. Und in den übrigen Räumen erholen Sie sich ungestört vom Umbau!

 

2) Bäder für alle Räume und Lebenslagen: Kleine und große Familien; Barrierefreiheit

In einem lebhaften Haushalt wird es morgens oft hektisch. Wer Bäder, Duschen und WCs so plant, dass sie auf den morgendlichen Ablauf zugeschnitten sind, erleichtert sich und seiner Familie den Start in den Tag erheblich. Doppelwaschtische, gerne mit Unterschrank für viel Stauraum, und voneinander getrennte Duschen und Wannen ermöglichen es mehreren Personen, ein durchdacht projektiertes Bad gleichzeitig zu nutzen. Große und kleine Bäder freuen sich gleichermaßen über Funktionszonen mit getrennten Bereichen für Waschtische, Dusche und WC.

 

Waschtisch aus Holz mit Stauraum

 

2.1 Einfach schön oder schön praktisch – ein geräumiges Badezimmer

Ein großes, weniger stark frequentiertes Bad bietet natürlich ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten: Eine geräumige Badewanne in der Raummitte in Ihrer Lieblingsform, Wellness-Elemente wie Dampf-Duschen – unzählige Varianten sind denkbar. Wer eher praktisch denkt: Geräte wie Trockner und Waschmaschine oder ein Wickeltisch passen auch bestens in ein Badezimmer größeren Ausmaßes.

 

2.2 Kleines Bad groß geplant – Stauraum und großzügige Optik

Kleine Bäder lassen sich sehr gut mit Lösungen über Eck oder vorgefertigten Elementen, so genannten Vorwandinstallationen, Platz sparend einrichten. Diese Elemente dienen auch als Raumteiler und schaffen weitere Ablagefläche für alles, was wir im Bad so brauchen. Und das ist ja meistens nicht wenig. Spezielle Badewannenmodelle bieten Stauraum hinter Schiebetüren. Wer kleine Kinder und ein ebensolches Badezimmer hat: Wickelauflagen gibt es auch für die Badewanne. Vergrößern Sie Ihr Mini-Bad optisch: Neben hellen Farben sorgen Duschwände aus Glas für einen lichten Eindruck.

 

2.3 Gäste-WCs – auch für Bewohner

Oft nur 1,20 Quadratmeter klein sind Gäste-WCs, die nicht nur für Besucher da sind, sondern den allgemeinen Toiletten-Verkehr entlasten! Mit hellen und freundlichen Farben wirken sie ein wenig größer. Toiletten in kleinerer Ausführung sorgen für Bodenfreiheit und ausreichend Abstand zu Waschbecken und Tür. Ist das WC noch in Ordnung, erfrischt ein neuer Sitz das Zweit-Klo. Übrigens gibt es auch Damen- und Herren-Urinale für zu Hause. Die Auswahl der Waschbecken für Mini-Badezimmer ist vielfältig: Alle Stilrichtungen, von Wandbrunnen bis zu Edelstahl, sind auch als kleines Modell zu haben. Lösungen aus einem Guss beinhalten WC, Urinal und Waschbecken samt Zubehör wie Spiegel und Leuchten.

 

Handtücher fürs Gäste-WC

 

2.4 Barrierefreie Bäder

Wenn Sie Ihr Badezimmer sowieso renovieren, können Sie sich überlegen, ob Sie es nicht gleich barrierefrei und damit zukunftsfähig für alle Lebenslagen gestalten wollen. Über ein barrierefreies Bad freuen sich nicht nur behinderte und ältere Menschen; bequemer ist es für alle. Details für barrierefreies Wohnen und Baden finden sich in der DIN18040. Gut zu wissen: Barrierefreiheit im Bad ist längst auch mit wunderschönen Badewannen und Duschen im Großformat möglich samt Zubehör. Badewannen mit Tür erleichtern das selbständige Baden. Alles in Allem ist ein barrierefrei gestaltetes Badezimmer seinen "normalen" Kollegen in Sachen Schönheit heute ebenbürtig.

 

3) Wünsche an das Badezimmer: Ausstattung von Wanne bis Wellness

Hier stellen sich die Protagonisten Ihres neuen Bades im Einzelnen vor. Wer hätte nicht am liebsten die gesamte Palette der Möglichkeiten aus dem Wunderhorn der Badausstattung in seinem eigenen Naherholungsgebiet? Auch wem das Budget keine Grenzen setzt, sollte überlegen, welche Wellness-Elemente wie Whirlwanne, Massage-Duschpaneele oder Dampfdusche so oft zum Einsatz kommen, dass ihr Dasein im Badezimmer gerechtfertigt sind. Wer sie wirklich nutzt und sich häufig über seine heimische Oase freut, dem leisten sie natürlich allerbeste Entspannungsdienste.

 

3.1 Duschen und Dampfduschen

Wenn es technisch möglich ist, empfiehlt sich eine bodengleiche Duschwanne; sie ist einfach zu pflegen und leicht zu begehen. Ein Tipp: Ein servicefreundlicher Abfluss, wie ein Duschbecken mit Rinne, lässt sich einfach und schnell von Haaren und Shampoo-Resten befreien. Höhenverstellbare Türen oder solche, die nach innen (so bleibt das Wasser nach dem Duschen innen) oder außen schwingen, sorgen für praktische Handhabung. Transparente Duschwände vermitteln einen lichten Eindruck. Auch Duschkabinen gibt es in vielerlei Größen – sie sollten genug Platz für alle Duscher bieten!

Duschkopf

Die herkömmliche Tellerkopfdusche mit Handbrause und Wandhalter hat längst Konkurrenz bekommen: Duschen mit sanftem Regen-Effekt und/oder Massagedüsen, übersichtlich in einer Bedien-Armatur zu handhaben, Durchfluss- und Temperaturregelung auch mit Digital-Anzeige, ein Zusammenspiel von Wasser, Licht und Farben - was passt zu Ihnen?

Einbauen und entspannen: Dampfduschen als komplette Einheit machen es möglich. Mit Ölen aromatisierte Nebel, Licht mit Farbwechsel, Musik aus integriertem Lautsprecher – den Alltagsstress vergessen Sie hier ganz bestimmt.

 

3.2 Waschbecken und Waschtische

Waschbecken mit KerzeAn der Wand hängend befestigt, auf einem Waschtisch oder einem Unterschrank aufliegend, aus Keramik, Glas, Metall, Naturstein, Kunststoff oder Sichtbeton – ein schönes Waschbecken (oder mehrere bei Doppelwaschtischen) trägt wesentlich zum Gesamteindruck des Badezimmers bei. Die wasserfeste Platte besteht aus geeignetem Holz, Naturstein, Kunststein, Glas oder anderen für das Bad tauglichen Materialien. Alle Teile sollten pflegeleicht und nicht allzu empfindlich sein.

 

 

 

3.3 Toilette, Bidet und Dusch-WC

Welches WC darf es sein, hängend, stehend, in Flach- oder Tiefspül-Ausführung? Ideal sind Vorwandinstallationen, die bis auf den Betätigungstaster alles Technische verbergen. Wer kein Bidet installieren will, wählt vielleicht ein Dusch-WC, auch Wasch-WC oder Toiletten-Bidet genannt, das seine Benutzer frisch gewaschen und geföhnt entlässt. Eine handelsübliche Toilette können Sie auch mit einem Dusch-WC-Aufsatz nachrüsten.

Neben seiner "natürlichen" Funktion können Sie ein Bidet auch wunderbar zweckentfremden: Als Fußbad, als Waschgelegenheit für Kinder (als Bad für die Kleinen und als leicht erreichbares Waschbecken für erste eigene Reinigungs-Erfahrungen) oder als separates Waschbecken für die kleine Wäsche.

 

3.4 Badewanne und Whirlwanne

Freistehende BadewanneFormen, Farben, Größen – Wannen gibt es in unendlicher Vielfalt. Neben den bekannten Werkstoffen wie Sanitär-Keramik oder -Acryl können Sie auch in Holz oder Kupfer baden! Hinzu kommen Wassersparwannen, Modelle mit seitlichen Schüben oder mit Türen fürs leichtere Ein- und Aussteigen. Wie auch bei der Duschkabine sollte die Badewanne für alle komfortabel zu nutzen sein. Wichtig, auch für Wannen mit Whirl-Funktion: Die richtige Form. Es gibt sehr große Badewannen, in denen man nicht komplett unter Wasser gerät und mehr oder weniger im Trockenen sitzt.

 

Noch ein Hinweis in Sachen Größe: Wer gerne zu zweit badet oder duscht, sollte das bei der Planung bedenken!

 

 

4) Behaglichkeit im Bad: mit der richtigen Technik zum Heizen und Lüften

Die Vorwandinstallation haben Sie schon kennen gelernt. Da sie so nützlich ist, darf sie sich hier aber noch einmal präsentieren: Sie verbirgt die WC-Technik, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgt und zugleich Platz für Ihre Badutensilien bietet.

Wer sich selbst im Bad entspannt, gönnt auch seinen Mitbewohnern Ruhe. Rohre und Sanitärobjekte sollten körperschallgedämmt montiert sein; so verschwindet ablaufendes Wasser deutlich leiser. Eine Hauptrolle im Bad spielt warmes Wasser; meistens gewinnt man es zentral über die Heizung oder einen Durchlauferhitzer. Heizkörper liefern kuschelige Wärme – zur Auswahl stehen Formen wie Sprossenwände (sie trocknen und wärmen auch gerne Handtücher oder dienen als Handtuchhalter), konventionelle Rippen- oder Flachheizkörper; je nach Modell auch als Raumteiler geeignet.

Ganz ohne sichtbare Heizelemente verschafft Ihnen die Fußbodenheizung schon beim Betreten des Badezimmers warme Füße. Wer sein Bad auf diese Weise beheizen möchte, legt am besten von Anfang an den Grundstein dafür. Auch in die Badewannenverkleidung lassen sich Konvektoren einbauen.

 

Modernes Badezimmer

 

4.1 Frischluft für alle – Badbelüftung

Sehr viele Badezimmer haben kein Fenster. Umso wichtiger ist ein leistungsstarker Ventilator, der die Luft erfrischt und entfeuchtet, vor allem, wenn mehrere Personen kurz nacheinander duschen oder baden. Ein guter Badventilator misst die Feuchtigkeit und läuft per Zeitrelais so lange nach, bis das Badezimmer keine Nasszelle mehr ist. Auch wer ein Bad mit Fenster hat, sollte richtig lüften; am besten oft, kurz und intensiv. Korrektes Lüften beugt Schimmelbildung vor. Schimmel ist nicht nur unappetitlich, sondern schadet der Gesundheit von Mensch und Bad gleichermaßen.

 

4.2 Sicher und funktionstüchtig – Elektro-Installation und technische Vorschriften

Schalter und Steckdosen in Feuchträumen erfordern einen bestimmten Abstand von Duschen und Wannen. Zum Zeitpunkt der Installation holen Sie sich bitte entweder aktuellen fachlichen Rat und/oder befragen die DIN 57100/VDE 0100 Teil 701 und 702. Für Leuchten ist die Schutzart IPX 4 oder 5 vorgeschrieben. Je nach Lage des Badezimmers oder WCs regelt die EN 12056-4 den Einbau einer so genannten Abwasserhebeanlage. Was dahinter steckt? Schmutzwasser, das unterhalb der Rückstauebene anfällt, muss automatisch und rückstaufrei in die öffentliche Kanalisation fließen.

 

5) Licht, Boden, Wände – das Badezimmer wird wohnlich

Ein Bad kann aufs Feinste ausgestattet sein; doch nur mit der passenden Beleuchtung entfaltet sich so richtig seine Wirkung. Das Licht vereint, wenn es gut durchdacht ist, zwei Gegensätze. Als Anschub in den Tag eignet sich eher kühles, als Gute-Nacht-Licht sollte es warm sein.

Am einfachsten lässt sich das Bad (und mit ihm alle, die sich dort aufhalten) durch dimmbare und, je nach Geschmack, auch farblich veränderbare Lampen in die gewünschte Stimmung versetzen. Beleuchten viele unterschiedliche Quellen das Bad von Wand oder Decke aus, entsteht eine angenehme Atmosphäre. Wer viel Platz im Bad hat, kann auch Steh- oder Pendelleuchten einsetzen. Bitte beachten Sie die Sicherheitsaspekte bei der Badbeleuchtung im vorigen Kapitel. Eines noch: Wer Lichtspots hinter einer Decke oder Wand installiert, braucht eine Dampfsperre.

Blendend aussehen möchten wir alle – blendfrei sollte es dagegen bei der Spiegel-Beleuchtung zugehen. Dafür sorgen seitlich am Spiegel montierte Lampen. Wer "abtauchen" und den Alltag aussperren will, der taucht sein Bad in Kerzenlicht!

Auch die Farben im Bad sollen uns mal ent-, mal beschleunigen. Da sich die Farbgestaltung naturgemäß nicht per Knopfdruck verändern lässt, überlegt man entweder, was den meisten Mitbewohnern wichtiger ist – anregende Farben wie Rot, Gelb, Orange oder entspannende wie Blau, Grün, Violett – oder hält das Badezimmer in wenigen Grundfarben bei Fliesen, Böden und Decke. Weitere Farben kommen ja in Form von Möbeln, Handtüchern und Badaccessoires noch hinzu. Grundsätzlich wirkt ein Bad in einheitlichen Farben ruhiger. Ein kleiner Raum freut sich eher über helle Farben; ein großer lässt sich auch schön in dunkleren Tönen gestalten. Entscheidend ist sowieso nur eines: Ihr Geschmack!

 

WC in rot gefliestem Bad

 

5.1 Barfuß auf Boden – was fühlt sich gut für Sie an?

Stehen Sie (lieber) auf Holz, Keramik, Naturstein oder vielleicht auf Linoleum, Kork oder Teppich? Neben persönlichen Vorlieben sollte der Boden im Bad rutschfest und hygienisch sein. Ist er dann noch feuchtraumgeeignet und pflegeleicht, steht seinem Einzug in Ihr Badezimmer nichts mehr im Wege.

 

5.2 Welche Wandverkleidung wünschen Sie sich?

Als (wasserbeständiger) Belag für die Wände eignen sich neben den genannten Bodenmaterialien Putzanstriche, Tapeten, auch Raufaser. Ist im Bad eine Holz- oder Rigips-Verkleidung eingebaut, muss sie dahinter ausreichend belüftet werden, damit kein Schimmel entsteht. Spezielle Farben beugen hier ebenfalls vor.

Neben dem auch schon äußerst umfangreichen Angebot an "normalen" Fliesen gibt es Besonderheiten wie Mosaikfliesen, Keramikfliesen, die wie gemalt wirken, und Fliesen mit LED-Lichtquellen.

 

6) Kosten der Badsanierung: Von Kalkulation bis Kostenvoranschlag

Ob Bad-Neubau, Bad-Sanierung oder Bad-Renovierung – das Ganze ist in jedem Fall ein umfangreiches Projekt mit vielen Beteiligten. Je nach persönlicher handwerklicher Eignung und Zeit, die man selbst investieren kann, stellt sich die Frage: Wer macht was? Wer für alle Arbeiten Handwerksbetriebe beauftragen will, kann die einzelnen Gewerke vom Sanitär-Installateur über den Fliesenleger bis zum Elektriker selbst koordinieren oder das Projekt lieber in die Hände eines Generalunternehmers legen und nur einen Ansprechpartner haben.

Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, Elektroinstallationen nicht selbst durchzuführen. Bei Sanitärinstallationen erhält man ohne Fachbetrieb auch keine offizielle Bauabnahme. Vorschriften zum Thema Wasserrohre sind zu beachten; auch der Anschluss an die öffentliche Kanalisation erfordert Expertise. Alles, was hinter dem Absperrventil anfällt, darf problemlos von Heimwerkern übernommen werden.

 

GeldscheineDie Kosten für eine Badsanierung haben eine enorme Spannweite. Ein Beispiel: Allein der Preis für ein WC beträgt zwischen 80 und 1.000 Euro. Nicht nur Arbeits- und Materialkosten fallen an; hinzu kommt die Entsorgung. Preisvergleiche der Handwerksbetriebe und Kostenvoranschläge helfen weiter. Ganz an den Anfang gehört eine Besichtigung vor Ort. Wer unschlüssig ist, ob es ein kompletter Umbau oder lieber nur eine Badrenovierung sein soll, kann im Austausch mit einem Fachmann oder einer Fachfrau Klarheit über die eigenen Wünsche und Möglichkeiten erhalten. Möglicherweise soll es ja auch gleich ein barrierefreies Bad werden. Ein Betrag zwischen 5.000 und 20.000 Euro ist schnell erreicht; nach oben gibt es kaum Grenzen.

 

Hier gibt es finanzielle Unterstützung:
Erkundigen Sie sich, welche Kosten Sie aktuell steuerlich geltend machen können. Für ein barrierefreies Bad gibt es Hilfen von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

 

Kostenvoranschlag:
Ein Kostenvoranschlag vermittelt Ihnen eine Vorstellung über Ihr erforderliches Budget und die einzelnen Punkte wie Zeit, Kosten, Material. Er ist für Sie unverbindlich und entweder kostenlos oder gegen einen Pauschalbetrag, der bei Auftragsvergabe verrechnet wird.

 

Und wenn es finanziell gerade nicht passt? Eine Frischekur für Ihr Bad mit neuem Bad-Zubehör und Textilien wirkt manchmal Wunder!

 

7) Die Checkliste für Ihre Badplanung

  1. Bestehen technische und/oder Bau-Vorschriften für Ihr Vorhaben? Elektro- und Sanitär-Installationen erfordern möglicherweise einen Fachbetrieb; je nach Lage im Haus brauchen Sie eine Abwasserhebeanlage.

  2. Für Bäder in Mietwohnungen und -häusern: Vereinbaren Sie und halten Sie vertraglich fest, wer welche Arbeiten bzw. welche Kosten übernimmt. Lässt sich gegen Investition der Mietenden eine Zeitlang der Mietzins reduzieren?

  3. Soll es eine komplette Badsanierung sein oder reicht es Ihnen, einige Installationen zu ersetzen? Wenn alles noch gut funktioniert, kommt auch eine "kosmetische Badrenovierung" infrage – neue Möbel und Leuchten, schöne Badtextilien vermitteln mit kleinem Einsatz einen frischen Eindruck.

  4. Werden sich die Anforderungen an Ihr Bad in näherer Zukunft ändern? Denken Sie an einen neuen Lebensabschnitt, weitere oder weniger Badnutzer, veränderte Ansprüche.

  5. Welche Basis- oder Wellness-Elemente werden Sie wirklich so häufig nutzen, dass Sie in Ihr neues Bad einziehen sollten? Brauchen Sie eine Dusche und eine Badewanne, eine Dampfdusche, eine Sauna, oder gehen Sie dazu doch lieber ins Fitnessstudio?

  6. Beziehen Sie auch Installationen mit ein, an die Sie bisher nicht gedacht haben, beispielsweise ein Bidet oder ein Douche-WC. Sie leisten – auch im Gästebad – gute Dienste.

  7. Möchten Sie Ihr Badezimmer ganz individuell einrichten oder doch lieber neutral? Hingucker in Form von Bildern, Pflanzen und Accessoires lassen sich auch zwischendurch und je nach Jahreszeit austauschen.

  8. Wenn Sie Ihr Budget fürs neue Badezimmer planen: Können Sie Fördermittel für Barrierefreiheit in Anspruch nehmen? Welche Eigenleistungen erbringen Sie selbst, wer aus Ihrem Familien- und Freundeskreis hat Zeit und handwerkliches Geschick?

  9. Besteht eine Lücke zwischen Ihrem Wunschbad und Ihren finanziellen Möglichkeiten, erwägen Sie, Ihr Bad stufenweise auszubauen.

  10. Achten Sie bei sehr kleinen Badezimmern und Gäste-Toiletten auf optische Effekte durch helle Farben und besonders auf kleinere Installationen. Jeder eingesparte Zentimeter bringt Ihnen mehr Komfort!
Bad mit neuen und alten Elementen

 

Das Unternehmen Badrenovierung – was haben Sie mitgenommen? Vielleicht planen Sie nun anstelle eines großen Umbaus einige kleinere Projekte, ergänzen Vorhandenes mit Neuem; möglicherweise haben Sie eine ganz persönliche Badezimmerkonzeption entwickelt. Wir wünschen Ihnen jedenfalls gutes Gelingen für Ihre kleinen und großen Badeprojekte.

 

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